Umwelt nach Punkten

Umwelt nach Punkten

(pd) Jedes Gerät so umweltfreundlich wie möglich zu machen ist erklärtes Ziel von Philips. Denn ökologische Geräte nützen nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Kunden. Vor allem aber tragen sie zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei.

 

„Das ist unser MP2“, sagt Jörg Zwirner, Leiter der Entwicklungsabteilung Mechanik bei Philips Medizinsysteme in Böblingen. Er zeigt auf den kleinen Patientenmonitor vor sich auf dem Tisch. „Er ist so etwas wie unser Vorzeigemodell in Sachen Umweltschutz.“ Wie sein größerer Vorgänger misst das Gerät alle wichtigen Vitaldaten wie Blutdruck oder Herzfrequenz, verbraucht aber mit 9,6 Watt nicht einmal die Hälfte der Energie des älteren Modells, bläst weniger CO2 in die Atmosphäre und ist so klein, dass er bei jedem Patiententransport mitgenommen werden kann.

Der MP2 Patientenmonitor von Philips

Der MP2 Patientenmonitor von Philips


Der MP2 ist aber nur eines von vielen Geräten, die den strengen hauseigenen Anforderungen von Philips genügen, um als so genanntes „green product“ – als grünes Produkt – den Markt zu erobern. Tatsächlich verfolgt der Konzern im Rahmen seiner Umweltstrategie bereits seit vielen Jahren das Ziel, seine Produkte so umweltfreundlich wie möglich zu machen. Das Unternehmen profitiert davon gleich doppelt: Abgesehen davon, dass diese Strategie der Umwelt zu Gute kommt, treffen die Produkte auch den Geschmack einer zunehmend größeren Kundengruppe. Schon heute erzielt Philips 31 Prozent seines Umsatzes mit dem Verkauf der grünen Produkte. Doch dabei soll es nicht bleiben: In seinem neuen Ökoprogramm ‚Ecovision V‘ hat sich der Konzern auf die Fahnen geschrieben, diesen Anteil bis 2015 auf 50 Prozent zu steigern.

 

„Ein ´green product` zu entwickeln ist eine Win-Win-Situation“, sagt Zwirner, für den Kunden, die Umwelt und das Unternehmen. Denn abgesehen von der Umweltfreundlichkeit, die ein Wert per se ist, haben die grünen Produkte von Philips weitere Vorteile, die auch weniger ökologisch bewusste Käufer überzeugen. Wegen der Energieeffizienz der Geräte sparen sie Geld im laufenden Betrieb, die Käufer des MP2 schätzen zudem, dass er kleiner ist als sein Vorgänger, weniger Platz einnimmt, weniger wiegt und damit robuster ist. „Ein Patientenmonitor fällt ab und zu herunter“, sagt Zwirner, „je weniger er auf die Waage bringt, desto haltbarer ist er.“

 

Denn die Auszeichnung „green product“ erhält ein Gerät bei Philips nur, wenn es in mindestens einem von insgesamt sechs Bereichen – Energieeffizienz, Verpackung, Gefahrensubstanzen, Gewicht, Recycling und Lebensdauer – mindestens zehn Prozent besser ist als sein Vorgängermodell oder vergleichbare Geräte der Konkurrenz. Damit das gelingt, folgen die Ingenieure bei ihrer Arbeit einem vorgegebenen Prozess, den das Unternehmen mit dem Namen „Ecodesign“ betitelt hat: „Schon bei der Entwicklung eines Produkts definieren wir das ökologische Ziel für jeden einzelnen Bereich“, sagt Zwirner. Ob es erreicht ist und wie groß der ökologische Rucksack eines Geräts ist, rechnet die Software Ecoscan für die Ingenieure aus.

Philips Ecoscan

Jörg Zwirner (hinten) und Stefan Kreider
führen den Ecoscan durch.

 

„Wir machen eine Lifetime-Analyse von der Produktion bis hin zur Verschrottung“ sagt Stefan Kreider, Umweltbeauftragter in Böblingen, „schon in den frühen Phasen der Entwicklung geben wir alle Daten in die Software ein: die Produktionsdaten des Geräts und sämtliche verwendeten Materialien mit Angaben zu Größe und Gewicht.“ Ecoscan spuckt das Ergebnis nachfolgend in der Einheit „milliPoints“ aus. Wie viel von welchem Rohmaterial in einem Gerät steckt, hat enorme Auswirkungen auf seine Umweltbilanz, denn die Software berücksichtigt alle ökologischen Belastungen, die von der Gewinnung des Rohstoffes bis zum veredelten fertigen Material entstehen. So schlägt ein Kilogramm Edelstahl zum Beispiel mit 756 milliPoints zu Buche, ein Kilogramm verzinkter Stahl nur mit 198 milliPoints.

 

„MilliPoints sind wie Strafpunkte“, sagt Zwirner. Je mehr ein Produkt bekommt, desto schlechter ist seine Umweltbilanz. Liegt es aber in einem der definierten Bereiche zehn Prozent unter den Punkten des Vorgängers, bekommt es das Label „green product“ verliehen. Der Patientenmonitor MP2 etwa bringt es auf 22.719 Punkte, beim Vorgänger waren es noch doppelt so viele. Hauptgrund für das ökologische Upgrade war vor allem, dass weniger Material verwandt wurde. So hatte das Vorgängermodell für sein 460 Gramm schweres Thermoplast-Kunststoffgehäuse noch 133 milliPoints kassiert, der MP2 für das 90 Gramm leichtere Gehäuse nur noch 101 Punkte. Für die Entwickler ist das Strafpunktesystem durchaus motivierend, denn sie versuchen mit sportlichem Ehrgeiz die milliPoints zu reduzieren: „Ingenieure wollen immer alles auf die Spitze treiben“, sagt Zwirner. Da würde schon mal lange herumgetüftelt, ein Material durchs andere ersetzt oder Teile immer weiter verkleinert – nur um am Ende die Trophäe einer abermals reduzierten Strafpunktzahl davon tragen zu können.

 

Unabhängig von den ökologischen Zielmarken gilt es aber grundsätzlich, die Sicherheit der Geräte zu gewährleisten. Denn manchmal können beide Ansprüche sich widersprechen: So muss ein medizinisches Gerät mit flammhemmenden Materialien ausgestattet sein, dies sei in diesem Fall sogar qua Gesetz geregelt. Deswegen ist der Einsatz recycelter Materialien, obwohl die ökologisch betrachtet sinnvoller wären, im Medizinbereich nicht möglich. Aber ob gesetzlich vorgeschrieben oder nicht, „die Sicherheit der Patienten steht immer an erster Stelle“, sagt Zwirner.

 

Grüne Produkte bietet Philips dem Konsumenten längst in jeder seiner drei Sparten an – sei es energiesparende Beleuchtung für zu Hause, für´s Büro oder den öffentlichen Raum, Fernseher, Staubsauger oder Mixer unter den Consumer Lifestyle Produkten oder Patientenmonitore, Magnetresonanztomografen oder Mammografiegeräte in der Medizintechniksparte. Allein im vergangenen Jahr hat Philips 796 neue „green products“ auf den Markt gebracht. Damit ökologisch bewusste Kunden sie leicht finden können, kennzeichnet das Unternehmen sie mit seinem eigenen Öko-Label, einem grünen Haken.

 

Doch der Ausbau der grünen Produktpalette ist längst nicht alles, was Philips im Rahmen seiner Umweltstrategie unternimmt. Erst Ende Februar hat das Unternehmen in der fünften Version des Umweltprogramms – ‚Ecovision V‘ – weitere Zielmarken ausgegeben: Denen zufolge will das Unternehmen die Energieeffizienz des gesamten Produktportfolios bis 2015 um 50 Prozent steigern, doppelt so viele seiner ausgedienten Produkte recyceln und doppelt so viel recyceltes Material in neuen Produkten verwenden. Um sicherzustellen, dass es wirklich so kommt, hat der Konzern in den jeweiligen Bereichen Verantwortliche definiert - wie Kreider und Zwirner für den Standort Böblingen, die sich nicht nur darum kümmern, die Produkte umweltfreundlicher zu machen sondern vor allem darum, den Mitarbeitern die Umweltziele etwa durch Schulungen nahe zu bringen. „Nur, wenn jeder Einzelne sie versteht und sie bei seiner Arbeit umsetzt“, sagt Zwirner, „können wir sie erreichen und erfolgreich damit sein.“


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(bitte AdressePhilips Unternehmenskommunikation
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Der MP2 Patientenmonitor von Philips


 
 

Jörg Zwirner (hinten) und Stefan Kreider führen den Ecoscan durch.


 

 


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