Philips stellt zukünftige Lösungen für die Behandlung von Herzerkrankungen vor

August 28, 2009

Philips stellt zukünftige Lösungen für die Behandlung von Herzerkrankungen vor

Im Rahmen eines Pressegesprächs in seinem Hamburger Forschungszentrum hat Philips zukünftige Lösungen für die Behandlung kardiologischer Erkrankungen vorgestellt.
Die anlässlich der Veranstaltung vorgestellten Projekte umfassen ein völlig neues Bildgebungsverfahren, das es ermöglichen könnte, Krankheiten früher zu erkennen und zu behandeln. Weiter wurden vorgestellt eine Softwarelösung, mit deren Hilfe Mediziner für eine präzisere Therapieplanung individuelle Organmodelle ihrer Patienten erstellen und eine neue Lösung, die die Medikamenten(ab-)gabe direkt am Krankheitsherd ermöglichen könnten und daher mit geringeren Nebenwirkungen für den Patienten einhergehen. Mit dem vierten vorgestellten Forschungsthema, dem MyHeart-Projekt, erarbeitet Philips zudem neue Ansätze für die heimische Behandlung chronisch herzkranker Menschen.

Die vier am Pressegespräch vorgestellten (Forschungs-)Lösungen in einer Kurzbeschreibung:

  • Bei Magnetic Particle Imaging (MPI) handelt es sich um eine völlig neue Echtzeit-Bildgebungstechnologie, an der Philips in der Forschung in Hamburg arbeitet. Das neue Verfahren nutzt die magnetischen Eigenschaften von Eisenoxid-Nanopartikeln, deren Konzentration im Blut gemessen wird. Die Bildinformationen können dabei bis zu 1'000-mal schneller erfasst werden als bei herkömmlichen Lösungen, wie zum Beispiel einem Positronen-Emissions-Tomographen (PET). Dadurch wird es möglich, physiologische Prozesse wie die Durchblutung des Herzmuskels oder die Flussgeschwindigkeit in den Gefässen zu ermitteln, wichtige Voraussetzungen für eine frühere Diagnostik und gezieltere Therapie.

    Mehr Informationen zu MPI finden Sie unter dem folgenden Direktlink:  Hintergrundinformation MPI

 

 

  • Heart Modeling: Durch die Entwicklung einer neuen Software-Lösung will Philips es Medizinern ermöglichen, im Vorfeld eines Eingriffs ein exaktes Herz-Modell des zu behandelnden Patienten zu erstellen. Dazu werden anatomische Informationen aus einer vorausgegangenen Untersuchung zu Grunde gelegt. Der behandelnde Arzt kann dieses individuelle Modell nutzen, um einen Eingriff präziser zu planen. Auch während eines minimalinvasiven Kathetereingriffs kann das anatomische Modell mit dem Live-Bild des Durchleuchtungssystems zusammengeführt werden. Durch die Fülle der sich daraus ergebenden zusätzlichen Informationen wird es zukünftig möglich sein, auch viel komplexere Eingriffe minimalinvasiv durchzuführen, als es heute machbar ist.

    Mehr Informationen zur Softwarelösung 'Heart Modeling' finden Sie unter dem folgenden Direktlink:
     Hintergrundinformation Patient Specific Organ Modeling


 

  • Bei dem Projekt Sonodrugs handelt es sich um ein Verfahren, das es ermöglichen soll, die Medikamentengabe zu optimieren, die Therapie zu verbessern und dadurch Nebenwirkungen zu minimieren. Dazu werden mit Medikamenten beladene Nanopartikel oder Mikrobläschen in den Körper injiziert. Per Magnetresonanztomographie (MRT) oder
    Ultraschall werden die Partikel durch den Blutkreislauf hindurch verfolgt. Am Ort der Erkrankung werden die Wirkstoffe durch einen gezielten Ultraschallimpuls aus den Partikeln oder Bläschen freigesetzt und entfalten ausschliesslich am Ort des Geschehens ihre Wirkung.

    Mehr Informationen zum Projekt Sonodrugs finden Sie unter dem folgenden Direktlink:
     Hintergrundinformation Sonodrugs


 

  • Mit dem EU–geförderten MyHeart-Projekt bietet Philips neue Lösungen für die Verlaufskontrolle bei chronischen Herz-/Kreislauferkrankungen und schafft damit die Basis für eine bessere Therapie. Grundlage der Betreuung ist die regelmässige Erfassung und automatische Übermittlung der Vital-Parameter, um Patienten mit ihrem medizinischen Betreuer zu vernetzen. Die Daten werden über Sensoren ermittelt, die in Bettwäsche oder Kleidung integriert sind. Die eingehenden Daten werden via Mobilgerät (PDA) von medizinischem Fachpersonal überwacht, das bei problematischen Veränderungen sofort mit dem Patienten Kontakt aufnimmt, um weitere Behandlungsschritte abzusprechen.

    Mehr Informationen zu den Projekten MyHeart/HeartCycle finden Sie unter dem folgenden Direktlink:
     Presseinformation 'Weniger Leid für Herzleidende'

 

Der Philips Versuchs-Scanner. Die MPI-Technologie nutzt die magnetischen Eigenschaften von Eisenoxid-Nanopartikeln.


 
 

Modell der Herzkranzgefässe


 
 

Anatomisches Modell des menschlichen Herzens und dessen Blutgefässe


 
 

Bei den Mikrobläschen handelt es sich um winzige, gasgefüllte Kügelchen aus biologisch abbaubarem Material von der Grösse roter Blutkörperchen, die zum Teil mit Wirkstoffen gefüllt sind.


 

Über Royal Philips Electronics

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist ein Unternehmen mit einem vielfältigen Angebot an Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen zu verbessern. Als weltweit führender Anbieter in den Bereichen Healthcare, Lifestyle und Lighting integriert Philips - im Einklang mit dem Markenversprechen "sense and simplicity" - Technologien und Design-Trends in neue Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind und auf umfangreicher Marktforschung basieren. Philips beschäftigt in mehr als 60 Ländern weltweit etwa 116.000 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 23 Milliarden Euro im Jahr 2009 ist das Unternehmen marktführend in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin und bei der Gesundheitsversorgung zuhause ebenso wie bei energieeffizienten und innovativen Lichtlösungen sowie Lifestyle-Produkten für das persönliche Wohlbefinden. Außerdem ist Philips führender Anbieter von Flat-TVs, Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer, tragbaren Unterhaltungs- sowie Zahnpflegeprodukten. Die Schweizer Niederlassung von Philips beschäftigt in Zürich und Gland rund 250 Mitarbeiter. Mehr über Philips im Internet:  www.philips.ch 


 

Wirkstofffreisetzung mittels gezielten Ultraschallimpulsen


 
 

Die Sensoren des HeartCycle-Systems werden in die Kleidung oder Bettwäsche des Patienten integriert.


 

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Die gemessenen Daten werden via Mobilgerät (PDA) von medizinischem Fachpersonal überwacht.


 

 


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