Philips wächst und forscht in Österreich

Mai 24, 2006

Philips Austria, die Tochter des niederländischen Lifestyle-Healthcare-Technology Konzerns Royal Philips Electronics ist in Österreich auf gutem Kurs. Das Aktivitätenniveau von Philips in Österreich lag 2005 mit 1.071 Millionen Euro um rund 5 Prozent über dem Vorjahreswert (1.023 Mio €). Die führenden Marktpositionen konnten in allen Geschäftsbereichen behauptet oder ausgebaut werden. Die Bedeutung Österreichs als Innovationsstandort wurde mit 57 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung bestätigt. Ende 2005 waren bei Philips in Österreich 1.824 Mitarbeiter beschäftigt (2004: 1.910), jeder Dritte in Forschung, Entwicklung und Innovation. Rund 25 Millionen Euro wurden in neue Anlagen investiert. „Alle unsere Aktivitäten sind gut aufgestellt und wachsen am österreichischen Markt sowie am Weltmarkt. In den letzten zehn Jahren haben wir den Umsatz pro Mitarbeiter verdreifacht.", sagt Peter Kamm, Generaldirektor von Philips Austria.

 

Nummer Eins oder Zwei in Österreich

Am österreichischen Markt bestätigte Philips seine führenden Marktpositionen in allen Geschäftsbereichen.
Bei Unterhaltungselektronik ist Philips die klare Nummer Eins. Der Umsatz stieg um 4 Prozent, der Marktanteil betrug am Jahresende 17 Prozent. Insbesondere in den Wachstumssegmenten wie Flat-TV, DVD- und Harddisc-Recordern und MP3-Playern konnte Philips punkten. Der Marktanteil bei Flat-TV beträgt 25 Prozent. Dank innovativer Technologien wie Ambilight TV und der starken Nachfrage wegen der Fußball-WM, deren offizieller Sponsor Philips ist, konnten heuer weitere Marktanteile gewonnen werden. Der Umsatz im ersten Quartal lag um 22 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Als einziger Komplettanbieter für Beleuchtung (Lampen, Leuchten, Elektronik, LED) liegt Philips am Lampenmarkt mit einem Anteil von 44 Prozent auf Platz Eins. Bei Konsumentenlampen konnte der Anteil im Vorjahr sogar von 61 auf 67 Prozent erweitert werden. Steigende Nachfrage herrscht bei energiesparenden Beleuchtungsmitteln und LED-Lösungen. Der Licht-Umsatz stieg in 2005 um 7 Prozent, das erste Quartal 2006 liegt um 6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Zu den aktuellen Erfolgen im Projektgeschäft zählen die Straßen- und Tunnelbeleuchtung für die kürzlich eröffnete Wiener Südumfahrung S1 sowie die neue Beleuchtung im Wiener Resselpark.

Am Sektor Medizintechnik ist Philips in Österreich mit einem Marktanteil von 24 Prozent die starke Nummer Zwei. Der Umsatz 2005 war stabil. Als wahrer Top-Seller in Österreich erwies sich der offene Panorama Magnetresonanztomograph 1.0T, von dem bereits drei Geräte in Österreich installiert wurden. Die in Österreich erste Installation eines offenen PET/CT Gemini in der Linzer Landesnervenklinik gilt auch als internationale Referenz. In den ersten Monaten des laufenden Jahres war der Auftragseingang um 40 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
Das Geschäft mit Körperpflege- und Haushaltsgeräten verzeichnete 2005 ein Umsatzplus von 10 Prozent und ist mit einem Marktanteil von 11,4 Prozent die Nummer Zwei in Österreich. Der Erfolg der neuen Kaffeemaschine Senseo machte Philips zum Marktführer bei Filter-Kaffeemaschinen. Bei Herrenrasieren, Ladyshavern, Bart- und Haarschneidern, Solarien und Dampfbügeleisen ist Philips ebenfalls Marktführer. Der Umsatz im ersten Quartal 2006 lag um 46 Prozent über Vorjahr.

 

Kompetenzzentren behaupten sich am Weltmarkt

In den österreichischen Innovations- und Kompetenzzentren in Wien, Gratkorn und Klagenfurt wurden im Jahr 2005 117 Erfindungen geschaffen, wovon 53 zu Patenten angemeldet wurden. Mehr als 3.000 von weltweit 115.000 Philips-Patenten haben ihren Ursprung in Österreich.

 

Das vorrangig für medizinische Anwendungsgebiete tätige globale Kompetenzzentrum für Spracherkennungssysteme in Wien konnte im Vorjahr seinen Umsatz um 30 Prozent steigern und seine weltweit führende Position mit Lösungen für 23 Sprachen und 150 Wortschatzgebiete weiter ausbauen. Große Aufträge kamen von Krankenhäusern aus Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland und Norwegen. Vier international bedeutsame Awards bestätigten im Vorjahr die Technologieführung von Philips in Sachen Spracherkennung. Zum Ausbau des weltweit einzigartigen Know-hows startet Philips mit der TU Graz, dem ÖFAI, dem FH Technikum Wien und vier Unternehmen derzeit ein Spracherkennungs-Kompetenznetzwerk, dem für die nächsten vier Jahre 10 Millionen Euro zur Verfügung stehen, wovon die Hälfte aus dem Knet-Programm gefördert wird.

 

Das seit über 50 Jahren in Wien etablierte Kompetenzzentrum für Diktiersysteme erweiterte seine Range für digitale Lösungen und hat einen Weltmarktanteil von 25 Prozent. Dem beschleunigten Wechsel von analogen (Minikassette) zu digitalen Diktierlösungen begegnet der „analoge" Weltmarktführer mit einer Vielzahl von neuen digitalen Systemen, um auch hier von Platz Zwei an die Spitze zu gelangen. Die größte Diktieranwendung Österreichs wurde von Philips ausgestattet: Das Bundesministerium für Justiz samt aller Gerichte und Staatsanwaltschaften verfügt über 2.500 Diktierplätze und 1.000 Ausschreibplätze.

 

Sound Solutions-Telecom ist das dritte in Wien beheimatete Kompetenzzentrum, das seine Weltmarkt und Technologieführung im Jahr 2005 behaupten konnte. Rund 330 Millionen Handy-Lautsprecher liefen im Vorjahr vom Band. Die Kapazitäten für Forschung und Entwicklung wurden in diesem Bereich neuerlich um 50 Prozent erweitert. Für völlig neue rechteckige Handy-Lautsprecher gingen seit Herbst 2005 drei vollautomatische Produktionslinien in Betrieb, eine vierte folgt in kürze. Das Investitionsvolumen liegt bei mehr als 20 Millionen Euro. Mit neuen Produkten wie dem kleinsten In-Ear-HiFi-Kopfhörer der Welt mit einer Klangqualität guter Studiokopfhörer wurden erste Markterfolge erzielt.

 

2005 bestätigte Philips auch seine weltweite Marktführung bei kontaktlosen Identifikationssystemen, die im Kompetenzzentrum Gratkorn entwickelt werden. Smart Cards und Etiketten, der boomende RFID-Markt und der neue Kommunikationsstandard NFC (Near Field Communication) führten im Entwicklungszentrum Gratkorn 2005 zu einer neuerlichen Personalausweitung um 17 Prozent auf 210 Mitarbeiter. Für heuer ist eine weitere Aufstockung um 30 Prozent geplant.

 

Das Kompetenzzentrum für Küchengeräte und Körperpflege in Klagenfurt wurde um das Standbein Gesundheit & Wellness erweitert. Bis Ende 2006 wird - wie Anfang Februar angekündigt - die Geräteendmontage auslaufen, die Fertigung von Schlüsselkomponenten bleibt aufrecht. Rund die Hälfte der heute rund 400 Mitarbeiter sind mit Innovationsaufgaben beschäftigt. Heuer wird das Entwicklungsteam um 15 Prozent aufgestockt. Zurzeit laufen in Klagenfurt rund 60 Produktprojekte.

 

„Wir erwarten, dass wir auch im laufenden Geschäftsjahr in Österreich wieder passabel wachsen", so Peter Kamm. „Das Marktumfeld bleibt anspruchsvoll, Wachstum können wir aber durch Innovationen und eine weitere Steigerung unserer Marktanteile erzielen."

 
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Über Royal Philips Electronics

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist das weltweit führende Unternehmen für Healthcare, Lifestyle und Technology. Das Markenversprechen "sense and simplicity" verdeutlicht den Anspruch des Konzerns, Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu liefern, die auf die Bedürfnisse der Konsumenten zugeschnitten sind. Philips beschäftigt 121.700 Mitarbeiter in über 60 Ländern und erzielte 2006 einen Umsatz von 27 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist weltweit führend bei diagnostischer Bildgebung im Medizinbereich, Patientenüberwachungssystemen, energiesparenden Beleuchtungssystemen, Elektro-Hausgeräten sowie Unterhaltungselektronik. Philips Austria mit Sitz in Wien beschäftigt rund 1.150 Mitarbeiter.


 


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