Philips Austria, die Tochter des niederländischen Lifestyle-Healthcare-Technology Konzern Royal Philips Electronics ist in Österreich trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen auf gutem Kurs und konnte in Österreich Marktanteile dazugewinnen. Diese positive Aussage traf heute Peter Kamm, Generaldirektor von Philips Austria, anlässlich eines Pressegesprächs in Wien. „Wir sind gerade in den Märkten gut aufgestellt, in denen wir auch zukünftig ein weiteres Wachstum erwarten, das gilt natürlich besonders für die Medizintechnik", so Kamm weiter. Alle Philips-Aktivitäten in Österreich, so Kamm, unterstützten die neue Markenausrichtung „Sense and Simplicity" - sei es in den global tätigen Innovationszentren oder in der Bearbeitung des österreichischen Marktes. Das Aktivitätenniveau von Philips in Österreich lag 2004 bei 1.023 Millionen Euro und war damit auf dem Vorjahreswert von 1.024 Millionen Euro. Am österreichischen Markt konnte Philips seine führenden Marktpositionen bei Medizintechnik und Konsumentenelektronik ausbauen und Marktanteile gewinnen. Am Beleuchtungssektor und bei Haushalts- und Körperpflegegeräten wurden die Top-Marktpositionen gehalten. Zum Jahresende waren bei Philips in Österreich 1.910 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (2003: 2.220), mehr als jeder dritte Beschäftigte ist in Forschung und Entwicklung aktiv. In den österreichischen Innovations- und Kompetenzzentren in Wien, Gratkorn und Klagenfurt arbeiteten 700 Mitarbeiter an Lösungen für kontaktlose Identifikationssysteme (RFID, NFC, Smart Cards), für akustische Systeme (Handy-Lautsprecher), Spracherkennungs- und Diktiersysteme sowie für kleine Haushalts- und Körperpflegegeräte. Rund 60 Patente wurden in 2004 angemeldet, rund 140 Erfindungen aus dem Jahr 2004 werden für Patentanmeldungen geprüft bzw. eingereicht. Philips hat 2004 in Österreich 66 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung investiert (2003: 63 Mio). Positive Entwicklung in allen Unternehmensbereichen Philips erzielte 2004 in Österreich ein Viertel seiner Inlandsumsätze mit Medizintechnik und bereits 45 Prozent mit Produkten und Lösungen am Healthcare-Markt, zu dem auch Wellness- und Chip-Lösungen zählen. Philips konnte 2004 den Marktanteil bei klassischer Medizintechnik in Österreich um 26 Prozent steigern und ist starke Nummer 2. Das vorrangig für medizinische Anwendungsgebiete tätige Zentrum für Spracherkennungssysteme (Wien) konnte seine weltweit führende Position mit Lösungen für 23 Sprachen in über 8.000 Installationen weiter ausbauen. Im Bereich Konsumentenelektronik ist Philips insbesondere in Wachstumssegmenten wie Flat-TV, DVD-Harddisc-Recordern und MP3-Playern, gut positioniert. In Österreich konnte das Unternehmen seine führende Position 2004 weiter ausbauen und ist mit einem Marktanteil von über 18 Prozent die klare Nummer 1. Das seit über 50 Jahren in Wien etablierte Zentrum für Diktiersysteme erweiterte seine Range für digitale Lösungen und hat einen Weltmarktanteil von 25 Prozent. Auch das Geschäft mit Körperpflege- und Haushaltsgeräten entwickelte sich positiv: Philips konnte im preisumkämpften österreichischen Markt den Marktanteil von über 16 Prozent halten und ist weiterhin die Nummer 2. Das Kompetenzzentrum (Küchengeräte, Haar- und Körperpflege) in Klagenfurt beschäftigt mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in der Entwicklung und ist für 39 der heuer weltweit 111 Produktneuheiten am Sektor Haushalts- und Körperpflege verantwortlich. Im Bereich Licht hat Philips in Österreich im vergangenen Jahr seine führende Marktposition im rückläufigen Lampenmarkt mit hochwertigen Lampen und durch die Erschließung neuer Kundengruppen verteidigt. Große Erfolge konnte das Unternehmen in der Tunnelbeleuchtung und bei der Beleuchtung von Sportstätten (z.B. Pferderennbahn Magna Racino, Golfplatz Frühling, Schanze Bischofshofen) verbuchen. Wichtige Erfolge konnte Philips auch im Segment Halbleiter erzielen: 2004 bestätigte Philips seine weltweit führende Position bei kontaktlosen Identifikationssystemen, die in Gratkorn entwickelt werden. Smart Cards und Etiketten, der boomende RFID-Markt und der neue Kommunikationsstandard NFC (Near Field Communication) führten im Entwicklungszentrum Gratkorn zu einer Personalausweitung um 20 Prozent. Das ebenfalls zum Segment Halbleiter zählende Kompetenzzentrum für akustische Systeme, Sound Solutions-Telecom in Wien, behauptete seine seit sechs Jahren bestehende Weltmarkt- und Technologieführung bei Handy-Lautsprechern. Die Kapazitäten für Forschung und Entwicklung wurden in diesem Bereich um 50 Prozent erweitert. Für völlig neue rechteckige Handy-Lautsprecher wird im Herbst eine vollautomatische Produktion in Wien starten. Mit neuen Lösungen wie dem kleinsten In-Ear-HiFi-Kopfhörer der Welt (13 mm) mit einer Klangqualität guter Studiokopfhörer und einem ultra dünnen Sound Panel für mobile Audioanwendungen wurde das Produktprogramm erweitert. In den letzten zwölf Monaten konnte Philips in Österreich auch auf anderen Gebieten nachhaltige Erfolge verbuchen: Der 2003 gegründete Philips Schülerfonds der Caritas konnte bisher 2.000 Pflichtschulkindern aus sozial schwachen Familien helfen. Für diesen Fonds und das Philips-interne Programm „Employer of Choice" wurde Philips zweimal mit dem TRIGOS, dem österreichischen Oskar für sozial verantwortlich agierende Unternehmen, ausgezeichnet. Nach Umfragen von Great Place to Work zählt Philips in 2004 und 2005 zu den 25 Besten Arbeitgebern des Landes. „Wir erwarten, dass wir auch im laufenden Geschäftsjahr in Österreich wieder passabel wachsen", so Peter Kamm. „Das Marktumfeld bleibt unverändert schwierig, so dass wir insbesondere im Inland Wachstum nur durch Innovation und eine weitere Steigerung unserer Marktanteile erzielen können." |