Weniger Leid für Herzleidende

Februar 29, 2008

Neues EU-Projekt unter der Leitung von Philips hat das Ziel, die Lebensqualität von Herzpatienten zu verbessern

 

Rund zehn Millionen Menschen in Europa leiden an einer Herzinsuffizienz – Herzleiden zählen damit zu den häufigsten Gründen, aus denen ein Erwachsener ins Krankenhaus eingewiesen

wird. Jährlich führen Herzerkrankungen bei 1,9 Millionen Menschen in der Europäischen Union (EU) zum Tode. Auf 105 Milliarden Euro werden die europaweiten Kosten geschätzt, die mit

Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang stehen.

 

Bessere Lösungen zur Behandlung von koronaren Herzerkrankungen und chronischer Herzinsuffizienz zählen daher zu den effizientesten Möglichkeiten, die Lebensqualität von chronisch

Herzkranken zu erhöhen und gleichzeitig die Sterberate sowie Kosten zu senken. Hier setzt das Projekt HeartCycle an, das zum 1. März 2008 als eines der größten Forschungsprojekte der

EU im Bereich Biomedizin und Gesundheitswesen anläuft.

 

Partner aus dem öffentlichen und privaten Bereich, insgesamt 18 Organisationen aus Forschung, Lehre, Industrie und medizinischen Einrichtungen aus neun europäischen Ländern und

China, haben sich für das Projekt zusammengeschlossen. HeartCycle hat eine Projektdauer von vier Jahren und verfügt über ein Budget von ungefähr 21 Millionen Euro, wovon etwa 14

Millionen Euro von der Europäischen Union im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms übernommen werden.

 

Das HeartCycle-Konsortium hat zum Ziel, die Behandlungsqualität von Patienten mit koronaren Herzerkrankungen und Herzinsuffizienz zu verbessern, indem es innovative Lösungen für

die telemedizinische Betreuung entwickelt. Gleichzeitig sollen die Patienten in die tägliche Behandlung stärker eingebunden werden.

 

Zum HeartCycle-System gehören unauffällige Sensoren, die in die Kleidung oder Bettwäsche des Patienten integriert werden können sowie Geräte wie z.B. Waagen und

Blutdruckmessgeräte. Das Konsortium wird außerdem eine geeignete Software entwickeln, mit der die gewonnenen Daten analysiert werden können und die Rückmeldungen über den

Gesundheitszustand des Patienten gibt. Weiterhin werden die Einhaltung der verordneten Therapien sowie die Behandlungsfortschritte aufgezeichnet.

 

Ein weiteres Teilprojekt ist die Entwicklung von automatischen Abläufen, die Daten zu lebenswichtigen Körperfunktionen selbstständig an die Krankenhausärzte übermitteln, so dass diese

personalisierte Therapie- und Verhaltensempfehlungen geben können.

 

„Die größte Herausforderung und Chance für die Behandlung langfristiger Erkrankungen ist es, den Patienten zur Selbsthilfe zu motivieren“, sagt Medizinprofessor John Cleland, Leiter der

Abteilung für Kardiologie an der University of Hull (Großbritannien), ehemaliger Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Herzinsuffizienz der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie sowie

der Britischen Gesellschaft für Herzinsuffizienz und medizinischer Leiter des Projekts HeartCycle. „Es ist sinnvoller, direkt in Motivationsmaßnahmen für die Menschen zu investieren, die

Hilfe benötigen, und nicht nur in Dienstleistungen, die ihnen das Leben erleichtern .“

 

„Mit der Entwicklung von Systemen zur telemedizinischen Betreuung von Herzpatienten und zur Motivation der Patienten, ihre Behandlungen durchzuführen und ihre Lebensweise

umzustellen, hoffen wir, das Überleben von Menschen mit Herzkrankheiten zu verbessern sowie die Gesamtkosten der Behandlung in Grenzen zu halten“, so Henk van Houten, Senior Vice

President bei Philips Research und Leiter des Programms zur Gesundheitsforschung. „Solche Systeme können effizient entwickelt werden, wenn interdisziplinäre Partnerschaften zwischen

Hardware- und Softwareentwicklern, Textilherstellern, Forschern und Entwicklern aus der Industrie, medizinischen Experten sowie Gesundheitsversorgern geschlossen werden, wie dies der

Fall beim Projekt HeartCycle ist.“

 

Bereits ein früheres europäisches Projekt unter Leitung von Philips – MyHeart – hatte die Zielsetzung, fortschrittliche Technologien zur Fernüberwachung und Dienstleistungskonzepte zu

entwickeln, mit denen die Menschen eine aktivere Rolle bei der Erhaltung ihrer Gesundheit übernehmen konnten. Das MyHeart-Projekt zeigte, dass die Behandlung zu Hause eine

potenzielle Chance zur Verbesserung medizinischer Pflegestandards ist. Das nun startende Projekt HeartCycle verfolgt das Ziel, dieses Behandlungskonzept für spezifische

Patientengruppen zu erweitern, mit dem Schwerpunkt, die Patienten zu motivieren, sich an Behandlungsvorgaben und Empfehlungen zur Lebensweise zu halten.

 

Die Mitglieder des HeartCycle Konsortiums (in alphabetischer Reihenfolge):
· Aristotle University of Thessaloniki (Griechland)
· Clothing Plus Oy (Finnland)
· CSEM Centre Suisse D'electronique Et De Microtechnique Sa (Schweiz)
· Empirica Gesellschaft für Kommunikations und Technologieforschung mbH (Deutschland)
· Faculdade Ciencias e Tecnologia da Universidade de Coimbra (Portugal)
· Fundación Vodafone España (Spanien)
· Hospital Universitario Clínico San Carlos (Spanien)
· Instituto de Aplicaciones de las Tecnologías de la Información y de las Comunicaciones Avanzadas (Spanien)
· Medtronic Ibérica SA (Spanien)
· Philips Electronics Nederland B.V. (Niederlande)
· Philips Research (Aachen/Deutschland)
· Politecnico Di Milano - Dipartimento di Bioingegneria (Italien)
· Rheinisch Westfälische Technische Hochschule Aachen (Deutschland)
· T-Systems ITC Iberia SA (Spanien)
· Universidad Politécnica de Madrid (Spanien)
· Chinese University of Hong Kong (China)
· University of Hull (Großbritannien)
· Valtion Teknillinen Tutkimuskeskus (Finnland).

Ansprechpartner für Journalisten

Beate McGinn
Philips Austria, Konzernkommunikation
Triester Straße 64, A-1101 Wien
Tel +43/1/60101-1646
Fax +43/1/60101-1500
+beate.mcginn@philips.com

Über Philips

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist ein Unternehmen mit einem vielfältigen Angebot an Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen zu verbessern. Als weltweit führender Anbieter in den Bereichen Healthcare, Lifestyle und Lighting integriert Philips – im Einklang mit dem Markenversprechen "sense and simplicity" – Technologien und Design-Trends in neue Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind und auf umfangreicher Marktforschung basieren. Philips beschäftigt in mehr als 60 Ländern weltweit etwa 116.000 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 23 Milliarden Euro im Jahr 2009 ist das Unternehmen marktführend in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin und bei der Gesundheitsversorgung zuhause ebenso wie bei energieeffizienten und innovativen Lichtlösungen sowie Lifestyle-Produkten für das persönliche Wohlbefinden. Außerdem ist Philips führender Anbieter von Flat-TVs, Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer, tragbaren Unterhaltungs- sowie Zahnpflegeprodukten.


 

 


 


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