Philips ermöglicht nichtinvasive Behandlung von Uterusmyomen

März 9, 2010

Im Rahmen des Europäischen Radiologenkongresses in Wien gab Philips heute die Verfügbarkeit eines neuen Systems für die Myom-Therapie bekannt. Das Sonalleve MR-HIFU ist eine nichtinvasive Alternative zu den herkömmlichen operativen Methoden zur Entfernung von Uterusmyomen bei Frauen. Es kombiniert MRT-Bildgebung mit hoch intensiver fokussierter Ultraschalltherapie (HIFU).


Während der nichtinvasiven Behandlung werden Ultraschallwellen auf den Zielbereich innerhalb des Myoms gerichtet. Aufgrund der Energieübertragung und der Bündelung des Ultraschalls in diesem vorher definierten Focus, steigt die Temperatur im Myom-Gewebe auf etwa 60 °C, was zur Ablösung (Ablation) des Gewebes führt. Die Magnetresonanztomographie (MRT) wird dabei zur dreidimensionalen Therapieplanung im Vorfeld, zur Temperaturüberwachung in Echtzeit während der Ablation und zur Nachbeobachtung verwendet.


Während der stressfreien, nichtinvasiven MR-HIFU-Behandlung spürt die Patientin fast keine Schmerzen. Sie kann das Krankenhaus am selben Tag verlassen, und die meisten Patientinnen sind innerhalb von zwei Tagen in der Lage, ihre normalen Tagesaktivitäten wieder aufzunehmen. Die volumetrische Ablation mit Echtzeitfeedback steigert die Effizienz und ermöglicht Behandlungszeiten von etwa zwei Stunden, was Sonalleve MR-HIFU zu einer effizienten Therapieoption macht.

 
„Sonalleve MR-HIFU ist eine neue Technik, die nur geringen Stress für die Patientin bedeutet. Damit haben wir eine gute Methode gefunden, Uterusmyome zu entfernen“, so Prof. Dr. Klaus Diedrich, Ärztlicher Direktor Campuszentrum Lübeck.


Uterusmyome stellen die am häufigsten auftretenden gutartigen Tumore bei Frauen im gebärfähigen Alter dar.  Myome können schmerzhaft sein und starke Blutungen zwischen den Monatsblutungen verursachen. Bis zu drei Viertel aller Frauen leiden zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben unter Uterusmyomen. Meist sind sie sich dessen nicht bewusst, da diese gewöhnlich keine Symptome verursachen und nur zufällig entdeckt werden, z. B. bei gynäkologischen Untersuchungen. Bis zu 20 Prozent der Frauen mit Uterusmyomen leiden jedoch unter schweren Symptomen, die einer Behandlung bedürfen.

Ansprechpartner für Journalisten

Mag. Ingun Metelko
Philips Austria, Konzernkommunikation
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