Schering und Philips kooperieren bei neuen optischen Bildgebungsverfahren zur Prävention und Behandlung von Brustkrebs

März 17, 2008

Beide Partner arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Kontrastmitteln und Medizintechnik für den neuen Markt der optischen Bildgebung.

Das erste Entwicklungsprojekt mit Schwerpunkt Mammographie ist bereits in klinischen Tests der Phase I.

 

Amsterdam, Niederlande und Berlin, Deutschland - Royal Philips Electronics (NYSE: PHG, AEX: PHI) und die Schering AG, Deutschland (FSE: PHI, NYSE: SHR) haben heute die Gründung einer Allianz angekündigt, um im Bereich der Forschung, Entwicklung und kommerziellen Verwertung von Medizintechnik und dazugehörigen Kontrastmitteln für bildgebende Verfahren zu kooperieren. Beide Unternehmen haben vereinbart, den Umfang der Zusammenarbeit bei Bedarf auf weitere bildgebende Verfahren und Kontrastmittel auszudehnen, bei denen Synergieeffekte zu erwarten sind. Das gilt auch für das wachsende Gebiet der molekularen Bildgebungsverfahren. Philips und Schering sind übereingekommen, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie zukünftige Umsätze aus Kontrastmitteln, Medizintechnik und zugehörigen Dienstleistungen, die aus der Kooperation erwachsen, zu gleichen Bedingungen zu teilen. Einzelheiten zu den finanziellen Vereinbarungen wurden nicht genannt.

 

Die optische Bildgebung ist ein neues bildgebendes Verfahren, das bei der Prävention und Behandlung von Brustkrebs und anderen Krankheiten neue Ansätze eröffnet. Bei optischen Bildgebungsverfahren wird die Oberfläche des Gewebes, wie beispielsweise Brustgewebe, mit Laserstrahlen beleuchtet. Wird diese Technologie mit einem optischen Farbstoff kombiniert, können Tumore präziser dargestellt werden. Da sich optische Bildgebungsverfahren durch eine hohe Auflösung und Empfindlichkeit auszeichnen, sollen sie Brustkrebspatientinnen eine weniger aggressive und patientenfreundlichere Nachuntersuchung ermöglichen. Heute müssen sich Patientinnen dem invasiven Verfahren einer Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) unterziehen, wenn herkömmliche Untersuchungen keine eindeutigen Ergebnisse liefern.

 

„Wir sind begeistert, mit einem führenden Hersteller von Kontrastmitteln zusammenzuarbeiten. Schering ist stark in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung und belegt auf dem neuen Gebiet der Kontrastmittel für optische Bildgebungsverfahren einen Spitzenplatz. Unsere Zusammenarbeit unterstützt den patientenorientierten Ansatz von Philips, moderne und patientenfreundliche Verfahren zur Prävention und Behandlung von Krankheiten wie Brustkrebs zu entwickeln", erklärte Jouko Karvinen, CEO Philips Medical Systems.

 

„Schering engagiert sich in hohem Maße, um auf dem Gebiet der optischen Bildgebungsverfahren Innovationen voranzubringen", sagte Dr. Karin Dorrepaal, Mitglied des Executive Board der Schering AG und verantwortlich für diagnostische Bildgebungsverfahren. „Wir freuen uns, unser Know-how auf dem Gebiet der Kontrastmittel für optische Bildgebungsverfahren mit der umfassenden Kompetenz von Philips bei medizinischer Bildgebung und der Entwicklung innovativer bildgebender Diagnostik zu kombinieren. Auf diese Weise können wir starke Synergien realisieren, um auf Gebieten voranzukommen, auf denen der Bedarf an medizinischem Fortschritt am größten ist, wie beispielsweise bei der exakten Frühdiagnose von Brustkrebs."

 

Im ersten gemeinsamen Entwicklungsprojekt wird ein optischer Farbstoff zur Diagnose von Brustkrebs von Schering namens Omocianine (SF-64), der momentan die Versuchsserien der Phase I durchläuft, mit einem Mammographiegerät mit erweitertem Leistungsumfang von Philips kombiniert. Beide Unternehmen werden außerdem das wachsende Feld molekularer Bildgebungsverfahren adressieren, um Kontrastmittel zu entwickeln, mit denen Brustkrebs bereits auf molekularer Ebene erkannt werden kann. Philips und Schering sind davon überzeugt, dass sie mit der heute angekündigten Allianz eine führende Position im wachsenden Markt für optische Bildgebung einnehmen.

 

Schätzungen besagen, dass der Markt für Kontrastmittel und Technik für optische Bildgebung durchschnittliche Wachstumsraten von über 20 Prozent pro Jahr verzeichnen wird, sobald Produkte marktreif sind.

 

Laut der Imaginis Corporation, einem Dienstleistungsunternehmen aus dem Gesundheitssektor, ist Brustkrebs - nach Lungenkrebs - die zweithäufigste Ursache für tödliche Krebserkrankungen bei Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass in diesem Jahr weltweit bei 1,2 Millionen Menschen Brustkrebs diagnostiziert wird. Allein in den USA werden voraussichtlich mehr als 40.000 Frauen an der Krankheit sterben. Zwischen 1992 und 1996 ist die Todesrate bei Brustkrebs laut der American Cancer Society deutlich gesunken. Grund dafür sollen eine bessere Früherkennung und effektivere Behandlungsmethoden sein.

Ansprechpartner für Journalisten

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Über Royal Philips Electronics

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist das weltweit führende Unternehmen für Healthcare, Lifestyle und Technology. Das Markenversprechen "sense and simplicity" verdeutlicht den Anspruch des Konzerns, Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu liefern, die auf die Bedürfnisse der Konsumenten zugeschnitten sind. Philips beschäftigt 121.700 Mitarbeiter in über 60 Ländern und erzielte 2006 einen Umsatz von 27 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist weltweit führend bei diagnostischer Bildgebung im Medizinbereich, Patientenüberwachungssystemen, energiesparenden Beleuchtungssystemen, Elektro-Hausgeräten sowie Unterhaltungselektronik. Philips Austria mit Sitz in Wien beschäftigt rund 1.150 Mitarbeiter.


Über die Schering AG

Die Schering AG ist ein forschendes Pharma-Unternehmen, das seine Aktivitäten auf vier Geschäftsfelder konzentriert: Gynäkologie & Andrologie, Onkologie, diagnostische Bildgebung sowie Spezial-Therapeutika für schwere Krankheiten. Schering setzt auf Innovationen und will mit neuartigen Produkten als Global Player in speziellen Märkten weltweit führend sein. Mit eigener F&E-Infrastruktur, verstärkt durch ein weltweites Netzwerk von externen Partnern, wird eine Erfolg versprechende Produkt-Pipeline sichergestellt. Mit neuen Ideen leistet Schering einen anerkannten Beitrag zum medizinischen Fortschritt und will die Lebensqualität der Menschen verbessern: making medicine work.


 


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